Eine Reise zum Lilienstein-im Elbsandsteingebirge.

Ein langer Tag geht zu Ende, schon beim Weckerklingeln war ich aufgeregt wie ein kleiner Junge! Angekommen am Fuße des "unsichtbaren" von Nebel verschlungenen Lilienstein erwartete uns eine Messerscharfe feuerrote Mondsichel in einer Wiege aus Wolken! Wir waren völlig beeindruckt, denn so etwas sieht man ja nun nicht alle Tage! Nun hieß es: "auf die Taschenlampe fertig los"! Ein dunkler Waldweg zog sich uns hervor, als wir dachten, wir hätten uns im Dickicht verirrt, tauchte "Er" plötzlich aus dem Nebel empor wie der Schicksalsberg aus "Herr der Ringe", ein kleines mulmiges Gefühl holte uns ein und wir kamen uns wie kleine Hobbits vor! 

Nun ging es rein in den dunklen Wald, im Lichtkegel der Taschenlampen ergaben uns allerlei Wurzelwerk und die Steigung wurde langsam Spürbar! Trotz allem war uns die Zeit im Nacken, denn die Dämmerung war schon zu sehen. Vom Wege abfallend knisterte und ächzte es in der Dunkelheit, geheimnisvolles Rascheln war unser ständiger Wegbegleiter! Nun wurden die Bäume immer weniger und wilde Treppenstufen schlängelten sich entlang des Fels! Das Licht wurde immer intensiver und als wir uns versahen waren wir endlich oben angekommen, leicht erschöpft aber glücklich! Gar nicht lange hat's gedauert und am Horizont stieg ein warmes rotes Licht hervor, wir waren richtig geflasht vom Anblick, wie auf einem Schiff unter uns das Nebelmeer! Ich sag' nur einfach schön!!! Unser Fazit von diesem Tage: Der Weg ist das eigentliche Ziel! Unsere Natur ist doch am schönsten und wenn man sie mit Respekt behandelt, gibt sie auch etwas einmaliges zurück!